12.05.2016 – 14.05.2016

'Mnemosyndikat'
Katharina Brandl
Johanna Braun

Do / Fr / Sa 14 – 19 Uhr


Freitag, 13.05.
19 Uhr
Feministisches Halli-Galli mit Speis und Trank
Katharina Brandl, Johanna Braun, Daniela Brugger, Fränzi Madörin und Schwarzwaldallee

20 Uhr
Konzert im Rahmen des 'FESTIVAL'
Mrs. Understanding (Marlon McNeill, Yanik Soland, Michèle Fuchs, David Kerman)

Mit dem Bilderatlas „Mnemosyne“ (benannt nach der griechischen Göttin des Gedächtnisses und der Erinnerungskunst) ging der deutsche Kunsthistoriker Aby Warburg (1866-1929) der Frage nach, wie die Antike bildlich in der europäischen Kulturgeschichte fortlebte. Obwohl im Original nicht erhalten, ist Warburgs Bilderatlas als wegweisendes Projekt noch immer von Interesse.

Unter dem Titel „Mnemosyndikat“ verändern die Wiener Künstlerin Johanna Braun und die Kunst-, Kultur- und Politikwissenschaftlerin Katharina Brandl den Ausstellungsraum der Schwarzwaldallee zu einem an Warburg angelehnten Bilderatlas. Dabei stehen allerdings nicht die Bilder der Antike im Zentrum der Auseinandersetzung. Vielmehr geht es um Fragen, wie in der Kunst- und Kulturszene feministische Perspektiven eingenommen und verhandelt werden: Wie lebt Protest fort? Wie leben politische Bewegungen fort? In veränderten Rechtsnormen bzw. über institutionelle Verankerung? Wo greifen feministische Netzwerke? Wo wird Solidarität gelebt? Welche Kontinuitäten und Brüche gibt es zwischen der ersten, zweiten und dritten Welle des Feminismus?

Wie Warburg Zeitungsartikel, Fotos und Antiken auf schwarz bespannte Rahmen pinnte, werden vom 12.05. bis zum 14.05.2016 individuelle und kollektive Erinnerungen in Bildform an die Wände der Schwarzwaldallee gekleistert und diskutiert.