27.08.2011 – 07.10.2011

Jan Kiefer
Kriz Olbricht
'Malerei'
Kuratiert von Leon Hösl




www.jan-kiefer.com
www.krizolbricht.blogspot.ch


Mit 'Malerei' eröffnet der Raum Schwarzwaldallee seine Ausstellungstätigkeit in Basel.
Auf Einladung von Leon Hösl zeigen Jan Kiefer und Kriz Olbricht aktuelle Arbeiten.
Jan Kiefer ist in Trier geboren, er studiert seit 2010 im Master Programm der HGK Basel. Seine Serien Self Portraits sind eine Auseinandersetzung mit seinem Alltag. Ausgangspunkt für 10 ways to paint – Self Portraits sind beispielsweise Wege, die der Künstler jeden Tag geht: zum Atelier, zum nächsten Supermarkt, der Spaziergang mit dem Hund. Diese Strecken zieht er als Linien in den pastosen Farbgrund. In eine auf den ersten Blick völlig andere Richtung geht die Work in Progress Serie h.art.ware – Bowls. Sie besteht aus mehreren Objekten im Raum, alle im gleichen quadratischen Grundmass, das Baumärkte bevorzugt zur Warenpräsentation verwenden. Jedes Element dieser Serie steht für einen Raum im Elternhaus des Künstlers. Es ist jeweils aus dem Material gebaut, das für den entsprechenden Raum charakteristisch ist.
Die minimalistischen oder abstrakten Arbeiten Kiefers gründen in seiner Biographie. Diese Thematik wird, sind die Arbeiten in einer klassischen Kategorisierung auch völlig verschieden, oft auf eine ähnliche Art untersucht. Zugrunde liegen ihr eine Affinität zur Ästhetik sowohl der Farbe – ver- arbeitet in der Tradition der klassischen Malerei – sowie der Oberflächenwirkung roher Baumaterialien.
Kriz Olbricht studiert an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Aussenstelle Freiburg, bei Prof. Leni Hoffmann. Obwohl Olbrichts Schwerpunkt in der Malerei und der Zeichnung liegt, ist diese bei ihm bisweilen kaum noch zu erkennen. Eine Filzstiftzeichnung, die er in ein räumliches Objekt aus Holzlatten umgesetzthat, ist eine Schlüsselarbeit in seiner Arbeit auf dem Weg malerische und zeichnerische Sicht- weisen neu darzustellen. Dabei ist bei ihm ein besonderes Interesse für den Zusammenklang von Farbe und Form von Materialien zu erkennen. In der neuen Arbeit blinky hat Kriz Olbricht eine grün imprägnierte und eine unimprägnierte Dachlatte an zwei Stellen mit einem Stück Fahrradschlauch zusammengeknotet. Die unterschiedlichen Farbigkeiten der Materialien ergeben eine Komposition, und umfassen so malerische und bildhauerische Komponenten. Die Balance zwischen Malerei und Skulptur, sowie ein Bewusstsein für Eigenheiten von Raumsituationen, zeigt die Arbeit Constantin sehr gut. Für diese montierte der Künstler Fussleisten an eine der nachträglich aufgestellten Wände, die als zusätzliche Ausstellungsflächen im Raum dienten. Damit waren diese von den tragenden Wänden fast nicht mehr zu unterscheiden. So wird die hinzugefügte Fussleiste zum Sockel, die Wand zur Skulptur. Insgesamt ergibt sich eine schlichte, spannungsreiche Komposition, in der einem Detail – sonst kaum wahrgenommen – eine tragende Rolle zukommt.
Vernissage 19:00 Uhr Improvisation, Schlagzeugsolo - Dominik Dolega (*1979 in Krakau, Polen) Dominik Dolega studierte Schlagzeug an der Hochschule für Musik Krakau (Jan Pilch) und schloss mit einem Lehr- und einem Solistendiplom ab. Für weiterführende Studien kam er anschliessend an die Musik-Akademie Basel, wo er je ein Konzertdiplom im Fach Schlagzeug (Christian Dierstein) und in freier Improvisation (Walter Fähnrich) erwarb.

Leon Hösl